Neustädter paddeln sich zum Sieg

Quelle: LR-Online 19. Juli 2016

Organisatoren mit dem Jubiläumsfest zufrieden / Viel Lob von den Besuchern / Taufe zum Abschluss

„Wir sind mit dem Besucherzuspruch sehr zufrieden. Die Gäste haben schön gefeiert und unsere Programmpunkte sind auch gut angekommen“, zieht Sebastian Bertko vom Organisationsteam ein erstes Resümee.

Der Sieg bei der Schlauchbootregatta beim 30. Neptunfest ist den Neustädtern am Sonntagnachmittag sicher gewesen. Mit riesigem Vorsprung erreichte das Team wieder die Start-Ziel-Linie am Ufer des Halbendorfer Sees und ließ die acht Konkurrenten hinter sich. Für die Spree-Anrainer war das nicht das erste Wettkampf-Gold. 2014 landeten sie auf Platz eins, 2013 auf dem Silber-Rang, um nur einige Beispiele zu nennen. Aber wer auf der Spree immer Fluß aufwärts trainiert, ist eben erfolgreich, kommentierte Moderator Jens Hanusch. Viel Beifall gab es auch für die Zweitplatzierten aus Groß Düben. Bronze holte sich das Aquateam.

Die Tauchsportler waren mit drei Mannschaften am Start – zweimal Männer, einmal Frauen. Gastgeber Halbendorf hatte wieder nicht das Glück des Tüchtigen. Bei der vielen Arbeit vor dem Fest kein Wunder, da blieb kaum Zeit zum Trainieren. Und Platz 4 ist auch okay, war sich das Publikum einig.

Vom Pech verfolgt waren die Mulkwitzer. Zu Beginn des Wettkampfes brach ein Paddel. Doch deshalb aufzugeben, kam nicht in Frage. Die Mulkwitzer schafften es mit drei Paddlern, über den See, dort die Nixe an Bord zu holen, zurück zu paddeln und auf Platz 5. Dass es die Schleifer mal vor Trebendorf ins Ziel schaffen würden, sorgte für viel Spaß und humorvolle Kommentare. Platz 6 für Schleife, dann folgten das zweite Aquateam, Trebendorf und Schlusslicht Rohne. Von den zwei Frauen-Besatzungen hatten die Tauch-Sportlerinnen die Nase weit vorn. Hut ab vor den Schleifer Löschbunnys, die trotzdem nicht aufgaben.

Zum ersten Mal in der langjährigen Regatta-Geschichte, so hieß es, gab es den Wanderpokal nicht für die Sieger. Der stand noch beim Vorjahresersten Sagar, der trotz Zusage nicht in Halbendorf am Start war.

30. Neptunfest in Halbendorf 30. Neptunfest in Halbendorf 30. Neptunfest in Halbendorf

BilderstreckeHalbendorf | 17.07.16
Neptunfest Halbendorf

Danach hatte dann noch einmal Neptun das Sagen. Da war er auch wieder mit Petrus im Bunde, es hörte auf zu regnen. Mit Skepsis wurde der Herr der Meere mit seinem Gefolge von einer großen Besucherschar erwartet. Bevor Neptun, Nixen und Häscher das Ufer erreichten, drehten sie noch einige Runden mit ihren Booten auf dem Wasser. Einige „Schweinereien“ hatte Neptun auch diesmal im Gepräck. Einen Sternegucker ließ er Ausschau nach Erdlingen halten. Die Täuflinge hatten einen Parcours zu absolvieren, bevor sie am Surfbrett die Taufe über sich ergehen lassen mussten. Danach verließen sie als Stinkwasserqualle und Co. den Platz.

Ins Auge fiel, dass einige Häscher diesmal mit Rollstühlen vorfuhren. Ist das Halbendorfer Fest schon so in die Jahre gekommen, dass es in Rente geht? Das kann Sebastian Bertko vom Heimatverein verneinen. Man hatte sich nur eine lustige Nummer für altgediente Häscher einfallen lassen. Natürlich werde es auch ein 31. Neptunfest geben. In welcher Form, das werde noch entschieden.

 

ni/mat/rw

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