Halbendorfer Feuerwehr nun mit Frauen-Power an der Spitze

Quelle; LR-Online    22. Februar 2016

25-jährige Stefanie Peto stellt sich der verantwortungsvollen Aufgabe /

Ortswehr will auch sportlich wieder mehr punkten

Halbendorf

Zum ersten Mal in der knapp 88-jährigen Geschichte der Ortswehr Halbendorf wird diese jetzt von einer Frau geleitet. Stefanie Peto, 25 Jahre und seit ihrem neunten Lebensjahr bei den Floriansjüngern, wurde Sonnabend während der Jahreshauptversammlung im Landgasthof Paulo gewählt

Kandidiert hatte auch Sebastian Hanusch. „Ihr müsst jetzt damit leben“, meinte der Tausendsassa, was ehrenamtliche Arbeit im Dorf bedeutet, lachend. „Danke für euer Vertrauen, und ich hoffe, dass ich das rechtfertigen kann“, so Stefanie Peto wieder ernsthaft. René Krause, der die Wehr ein Jahr lang erfolgreich kommissarisch leitete, wie Bürgermeister Helmut Krautz betonte, übernimmt den Vize-Posten. Robin Heinze trägt nun Verantwortung als Jugendwart. Dass er das kann, habe er stellvertretend für Franco Rißmann bewiesen, der aus beruflichen Gründen nicht regelmäßig zur Verfügung stand. Vier Jungs und drei Mädels zwischen neun und 18 Jahren bildeten 2015 den Nachwuchs. Mit Maria und Nadine Pötschke wechselten Samstag zwei davon in die aktive Wehr. Nadine setzte noch einen drauf, will sich als stellvertretender Jugendwart engagieren. Sebastian Hanusch als Gerätewart komplettiert die neue Wehrleitung.

„Wir brauchen die Feuerwehr Halbendorf“, machte Henry Kossack, stellvertretender Kreisbrandmeister, der neuen Leitung Mut. Er wünschte ein glückliches Händchen und dass der Aufwärtstrend von 2015 auch bei den Dienstbeteiligungen anhalte. Davon hatte zuvor René Krause berichtet. Denn die Einsatzbereitschaft sei bereits aller Ehren wert und tagsüber vor allem den Feuerwehrleuten mit eigener Firma vor Ort zu danken. Was das Halbendorfer Dorfleben angeht, bringe sich die Wehr schon immer stark ein, so Krause. Applaus gab es für die Nachricht, dass Sebastian Hanusch und Enrico Beesdo den Feuerwehrsport wieder reaktivieren wollen. Henry Kossack ermunterte sie: „Die Großen sind längst nicht mehr die Großen, sind älter und haben Probleme.“ Bürgermeister Krautz schlug vor: „Vielleicht macht ihr mit Groß Düben ein gemischtes Team.“ Dort war der Feuerwehrsport erst vor wenigen Jahren entdeckt worden. Inzwischen sind sie erfolgreich am Start.

Zur Halbendorfer Wehr gehören 26 aktive Kameraden (16 Atemschutzgeräteträger), die Alters- und Ehrenabteilung sowie Jugendwehr. Für 2015 stehen neun Einsätze zu Buche. Für zehnjährige Treue wurden Silvio Bertko und Olaf Hanusch geehrt.

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